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        in Form einer Kooperative

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  • Selbstverwaltung der Klasse
    in Form einer Kooperative


    Der Begriff Kooperative ist in Deutschland nicht gebräuchlich. Der deutsche Begriff ist Genossenschaft. Eine Genossenschaft ist eine Personengesellschaft, die kein auf Gewinn gerichtetes Gewerbe betreibt, sonder in in erster Linie dazu dient, ihre Mitglieder zu unterstützen [Vgl. Meyers enzyklopädisches Lexikon, Bd 10, S 65f]

    Im französischen wird der Begriff gebraucht für eine (oft landwirtschaftliche) Gruppe von Käufern, Händlern und Produzenten die gemeinsam daran arbeitet, die Kosten (sowohl die Erzeugerkosten als auch die Marktpreise) der Produkte gering zu halten.

    Wenn Freinet diesen Begriff für die Organisationsform einer Schulklasse in Anspruch nimmt so geht es ihm hauptsächlich um zwei Aspekte:

    1. Eine Kooperative ist als Personengesellschaft nicht hierarchisch organisiert, die Kooperativisten (Genossen) sind gleichberechtigt, es gibt keinen Kapitaleigner, der den Mehrwert für sich abschöpft, die Unternehmensziele vorgibt und
    2. Eine Kooperative ist eine Gemeinschaft, die zusammenarbeitet um für alle Beteiligten ein Optimum zu erwirtschaften.



    Das ist deutlich unterschieden zur Regelschule und dem dort üblichen Selbstverständnis ihrer Lehrer. Ganz konsequent ist der Alltag dieser Klassenkooperative auch nicht an einem vorgegebenen Lehrplan ausgerichtet, sondern an den Interessen der Kooperativisten - zu denen auch die LehrerIn zählt. Die gesamte Organisation ist daran ausgerichtet, das diese Einzel-Interessen gehört und in umsetzbaren Arbeitsvorhaben - allein oder mit anderen - realisiert werden können. Auch das soziale Miteinander in der Klassenkooperative ist auf dieses Ziel ausgerichtet. Die LehrerIn, die Arbeitskarteien und -Bibliotheken sind personale und mediale Promotoren, die für diesen Prozeß hilfreich zur Verfügung stehen.

    Die Aktivität der SchülerInnen wird nicht kanalisiert und auf ein (dem Lehrer schon bekanntes und im Lehrplan vorgegebenes) Ziel hin ausgerichtet, sondern den Kindern werden für ihr Alter passende Werkzeuge an die Hand gegeben und es werden umsetzbare Arbeitsanleitungen bereitgestellt, damit die Kinder und Jugendlichen ihre Lebenswelt selbst erkunden und untersuchen und dadurch verstehen lernen.

    Den Kindern und den Jugendlichen wird dabei auch die Verantwortung für ihr Lernen belassen: Ihre Fragen gehen in andere Projekte ein, werden dort mit bearbeitet und in der Präsentation wird auch zu diesen Fragen berichtet. (Die Verantwortung wird Ihnen nicht über-lassen, denn dazu müßten die Kids diese ja vorher schon einmal abgegeben haben, damit sie sie jetzt wieder bekommen können.)

    Die LehrerIn ist keine neutrale stille Beobachterin, die die Dinge einfach treiben läßt, oer nur ModeratorIn, sondern sie ist ganz aktive (ohne manipulierende Absicht) Akteurin, die nachfragt, wie denn eine Frage gemeint ist, GeburtshelferIn für Arbeitsvorhaben, HelferIn zur Selbsthilfe. Keinesfalls ist es ihr Part, die Kinder auf die richtigen Wege zu locken, zu den richtigen Zielen hin zu lenken, auf die richtige Spur zu setzen, scheinbare Umwege zu vermeiden.

    Ihre Aufgabe ist es die Kinder zu bestärken ihren (Lern)Weg zu gehen - falls es ein Holzweg ist, sie auch selbst herausfinden zu lassen, daß es ein Holzweg ist - den Kindern immer wieder transparent zu machen können, wo sie gerade sind und sie in ihre planenden Überlegungen zu unterstützen (ohne alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen), welches denn die nächsten Schritte sein können.

    Ihre Aufgabe ist es, ein Miteinander herzustellen, darauf zu achten, daß die Arbeitsvorhaben einzelner und einzelner Gruppen im 'Bewußtsein der Kooperative' vorhanden sind ohne dabei die Klassen-Kooperative in ihren Arbeitsvorhaben einzuschränken.





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