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in Form einer Kooverative - zu den Institutionen der Klasse (experimentelles Lernen)
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in Form einer Kooperative
Die Aktivität der SchülerInnen wird nicht kanalisiert und auf ein (dem Lehrer schon bekanntes und im Lehrplan vorgegebenes) Ziel hin ausgerichtet, sondern den Kindern werden für ihr Alter passende Werkzeuge an die Hand gegeben und es werden umsetzbare Arbeitsanleitungen bereitgestellt, damit die Kinder und Jugendlichen ihre Lebenswelt selbst erkunden und untersuchen und dadurch verstehen lernen. Den Kindern und den Jugendlichen wird dabei auch die Verantwortung für ihr Lernen belassen: Ihre Fragen gehen in andere Projekte ein, werden dort mit bearbeitet und in der Präsentation wird auch zu diesen Fragen berichtet. (Die Verantwortung wird Ihnen nicht über-lassen, denn dazu müßten die Kids diese ja vorher schon einmal abgegeben haben, damit sie sie jetzt wieder bekommen können.) Die LehrerIn ist keine neutrale stille Beobachterin, die die Dinge einfach treiben läßt, oer nur ModeratorIn, sondern sie ist ganz aktive (ohne manipulierende Absicht) Akteurin, die nachfragt, wie denn eine Frage gemeint ist, GeburtshelferIn für Arbeitsvorhaben, HelferIn zur Selbsthilfe. Keinesfalls ist es ihr Part, die Kinder auf die richtigen Wege zu locken, zu den richtigen Zielen hin zu lenken, auf die richtige Spur zu setzen, scheinbare Umwege zu vermeiden. Ihre Aufgabe ist es die Kinder zu bestärken ihren (Lern)Weg zu gehen - falls es ein Holzweg ist, sie auch selbst herausfinden zu lassen, daß es ein Holzweg ist - den Kindern immer wieder transparent zu machen können, wo sie gerade sind und sie in ihre planenden Überlegungen zu unterstützen (ohne alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen), welches denn die nächsten Schritte sein können. Ihre Aufgabe ist es, ein Miteinander herzustellen, darauf zu achten, daß die Arbeitsvorhaben einzelner und einzelner Gruppen im 'Bewußtsein der Kooperative' vorhanden sind ohne dabei die Klassen-Kooperative in ihren Arbeitsvorhaben einzuschränken.
Extern: FREINET-PÄDAGOGIKvon Dr. Hartmut Glänzel
Über den Zusammenhang zwischen pädagogischen Zielen und Realität im UnterrichtsalltagDie Ursprünge der FP reichen bis ins Jahr 1920 zurück. Damals versuchte der französische Dorfschullehrer Célestin Freinet in einer zweiklassigen Dorfschule in Südfrankreich eine andere Form der "Volksschule" zu entwickeln.
Aus dem Austausch mit den Korrespondenzklassen entwickelte sich ab etwa 1925 ein Austausch pädagogischer Ideen und Methoden unter den beteiligten Lehrern. So entstand als besonderes Kennzeichen der FP eine Lehrerbewegung (CEL, Cooperative dee l'Enseignement Laic), innerhalb der sich die FP durch Austausch, gegenseitige Fort- und Weiterbildung, Selbsterstellung von Unterrichtsmaterial und Verkauf im eigenen Verlagshaus, etc. weiterentwickelte. Auf Grund dieser Entstehungsgeschichte ist FP weniger das Werk eines Einzelnen, sondern Ausdruck der pädagogischen Vorstellungen einer Lehrerbewegung und daher auch nur schwer auf einen Nenner bringen. Vielmehr verwirklicht - ganz im Sinne von Freinet-jeder Freinetlehrer auf Grund seiner konkreten äußeren und inneren Situation (Schulstufe, Kollegium, Schulverwaltung, Klassensituation, Lehrerpersönlichkeit, etc. ) seine ganz individuelle Ausprägung von FP. So wird man z.B. die in der Literatur oft fälschlich als Markenzeichen der FP bezeichnete Druckerei auch nicht bei jedem Freinetlehrer finden. Nach Baillet läßt sich die FP durch vier Grundprinzipien beschreiben.
Die wichtigsten sind:
In der BRD wurde die FP erstmals um 1965 durch Hans Jörg, der auch die erste Bundesdeutsche Freinetgruppierung, den Arbeitskreis Schuldruckerei gründete, bekannt. Stärkere Bedeutung über Südwestdeutschland hinaus erlangte sie aber erst nach Gründung der Pädagogik-Kooperative (Päd-Koop) um 1976, deren Mitglieder auch vom politischen Anspruch der FP als einer Pädagogik, die im Sinne einer "Schule des Volkes" notwendigerweise soziales und politisches Handeln mit einbezieht, angezogen wurden. [Die Pädagogik-Kooperative hat sich 1999 in Freinet-Kooperative umbenannt. (Einfügung von J. Göndör)] Im Rahmen der Freinet-Kooperative existieren in vielen Regionen und größeren Städten der BRD Lehrergruppen (Regionalgruppen), in denen durch Austausch, gemeinsame Arbeit, Organisation von Fortbildungen, etc. FP weiterentwickelt wird. Überregional fließt diese Arbeit dann in vielen größeren und kleineren Freinet-Kontakten Treffen, der Zeitung "Fragen und Versuche", sowie den vielen Kontakten von Lehrer zu Lehrer zusammen. Die Päd Koop betreibt eine Geschäftsstelle, über die man weitere Informationen zur FP, sowie Kontakte zu örtlichen Gruppen bekommen kann. An Versuchen, die FP etwa als Ansammlung von Unterrichtstechniken oder als pädagogische Bewegung mit sozialistischer Zielrichtung einzuordnen (bzw. zu diffamieren) hat es nicht gefehlt. Letztlich ist es aber immer wieder gelungen, dieses Spannungsfeld, das von Anfang an bestand, zu halten und unterschiedliche Positionen in der FP weder auszugrenzen oder zu vereinheitlichen, sondern ganz im Sinne des pädagogischen Ansatzes der FP nebeneinander gelten und zum gegenseitigen Nutzen sich fortentwickeln zu lassen.
Extern:
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