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in Form einer Kooperative - zu den Institutionen der Klasse
(experimentelles Lernen)
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[R. Laun: Freinet - 50 Jahre danach, S. 66] Die Texte werden gesammelt und mindestens einmal pro Woche von dem Kind, das sie geschrieben hat, vorgelesen. [...] In gemeinsamer Arbeit geht man dann daran, den Texten zu ihrer "wahren" Sprache zu verhelfen. Welches Wort ist unverständlich, wo erscheint etwas unklar? Wichtig ist, daß der Text die Absicht des Schreibers wiedergibt, daß jeder versteht, was er sagen will. Stilistische Korrekturen werden vom Lehrer nur dort vorgenommen, wo die Verständlichkeit unter abschweifenden, oder lückenfhaften Sätzen leidet. Es geht keineswegs um eine Normierung der kindlichen Sprachproduktion, sondern um die geduldige, sensible Freilegung einer authentischen Mitteilung, einer persönlichen "Botschaft" an andere Mitglieder der Klassengruppe.[Vgl.: R. Laun: Freinet - 50 Jahre danach, S. 66f]Der Freie Ausdruck drei wichtige Funktionen:
Henning, Zülch, Zülch, 1976, S. 237 Die Klassenzeitung und die Klassenkorrespondenz sind hier wichtige Methoden/Techniken, in denen diese Fähigkeiten geübt, trainiert werden können. "Der freie Text, die Druckerei, die Schulzeitung [auch auf dem PC] und zwischenschulische Korrespondenz stellen zentrale Unterrichtstechniken der Freinet-Pädagogik dar. Sie vereinigen gerade beim lesen und Schreiben der Kinder alle wichtigen Prinzipien einer befreienden Erziehung und lassen sich auch unter relativ ungünstigen Arbeitsbedingungen verwirklichen." Henning, Zülch, Zülch, Konzept der Freinet-Pädagogik, 1976, S. 239 Der Freie Ausdruck ist nicht nur auf die Textproduktion beschränkt. "Viele andere Dimensionen menschlicher Kreativität und Ausdrucksgabe haben ihren Platz in der Klasse, ohne sie jedoch zu bestimmten Zeiten einzuplanen ... oder sie an vorgegebenen Kriterien ästhetischer Beurteilung zu messen." [Laun: Freinet, 1982, S. 71f] Es geht eben nicht um "besonders schöne, vollendete oder gefällige Produktionen" sondern um "echte, authentische Formen des Ausdrucks" in denen auch "Gefühle der Aggression, Wut, Enttäuschung, Unsicherheit" ihren Platz haben, um eine "symbolische Selbstdarstellung in verschiedenen künstlerischen z.T. außersprachlichen Bereichen" (Henning, u.a. 1976, S. 240) Solche Bereiche sind z.B.: Freie Musik, Freie Gedichte, Freie Lieder, Freis Malen, Freier Tanz, Freies Werken, Freies Plastizieren, ... . Der Freie Ausdruck wird durch die verschiedenen Institutionen der Freinet-Klasse im Unterrichtsalltag verankert. Er ist kein "Füllstoff" in den letzten Stunden vor den Ferien, sondern systematischer Bestandteil des Unterrichtsalltages. die so (zu kultivierende) kultivierte zwischenmenschliche Kommunikation ist Instrument der Freinet-Klasse. (Vgl. Laun, ebenda, S. 72)
Extern: Wenn Sie an Ihrer Schule den Freien Ausdruck entwickelt haben oder/und im Schulprogramm verankert haben, nehmen Sie doch bitte Kontakt mit paed.com auf. | |||||||||||||||||||