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    Kommentar: April 2014 | Juni 2013 | Februar 2013 | September 2012 | Juli 2012


    Pressemeldungen WAZ 24. Juli 2012:

    Viele Studenten können nicht rechtschreiben

    JG: Die Hochschulen schlagen wieder einmal Alarm. Nach einer bisher unveröffentlichten Studie - gemeint ist eine nicht repräsentative Umfrage von Gerhard Wolf, dem Vorsitzenden des Philosophischen Fakultätentages an 60 Philosophischen Fakultäten mit einer Rücklaufquote von 50% - seien die "Kenntnisse in Grammatik, Satzbau und Rechtschreibung eher schlecht.". Eine Schuldzuweisung ist auch schon bei der Hand: Die "neue Form der Kommunikation per Kurzmitteilung auf Handy oder Computer".

    Auch der Bundesverband der Philologen sieht dieses Problem. Da heißt es: "Studenten können sich nur noch kurze Zeit auf ein Thema konzentrieren. Vor allem bei Schwierigkeiten suchen sie gleich die Lösung im Internet oder via SMS bei Freunden." Hier muss nun die KMK herhalten: Sie habe die "Blöcke Rechtschreibung und Grammatik aus den Lehrplänen herausgenommen." Jetzt erhalte man die Quittung dafür. Das Niveau der StudentInnen sei von 2000 bis 2009 schlechter geworden. 2010 hätten 50 % der Schulabgänger das Abitur erreicht, in den 50er Jahren seien es gerade mal sechs Prozent gewesen.

    Und es gibt natürlich auch gleich Lösungsvorschläge: Meidinger (Bundesvorsitzender des Philologenverbandes) fordert: "an den Schulen wieder mehr Schreibtraining einzuführen" und die Wochenstundenzahlen für Deutsch zu erhöhen. Motto: Viel hilft viel.

    Es wird auch gleich ein von Gregor Boldt in dem dazugehörigen Kommentar - Boldt hat auch den Artikel geschrieben - gefordert: "Sprache braucht Regeln": Es müsse geprüft werden, ob denn die Schüler die Regeln der deutschen Sprache auch beherrschen. Dabei könne man nicht auf Diktate und Formalia (was immer das auch ist) verzichten. Im letzten Satz des Kommentars kommt dann heraus, was hinter der Pressemeldung in der WAZ auf der ersten Seite steht: Die KMK ist dabei neue Bildungsstandards festzulegen - auch für das Fach Deutsch. Es wäre gut - so der Schlusssatz - wenn die Umfrage des Philologenverbandes dabei eine Rolle spielen würde.

    Boldt, ick hör dir trapsen.

    Die Berichterstattung trieft auch von Unkenntnis gegenüber dem Stand wissenschaftlicher Forschung: Regeln pauken hilft nix. Viel Lesen und viel Schreiben eigener Texte fördert die Anwendungssicherheit. Regeln dafür, ein Sprach- und Schreibgefühl entwickelt das Gehirn selbst. Eingepaukte Regeln helfen nur unterstützend. Sprechen und Schreiben von Selbstgedachtem kommt aber an den Schulen immer weniger vor. Wie wichtig das ist wussten schon die Reformpädagogen, z.B. Freinet. Sein Konzept der freien Texte und sein Motto: 'Den Kindern das Wort geben' scheint notwendiger denn je.

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