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Universitäten/PH
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Wintersemester 2006/07 Wenn Sie eine Veranstaltung von Ihrer Uni/PH vermissen, bitte senden Sie eine Mail. Danke! Berlin - Bielefeld - Bremen - Duisburg-Essen - Dortmund - Freiburg - Heidelberg - Karlsruhe - Köln - München - Siegen - Weingarten - Würzburg zum Seitenanfang FU Berlin
Aufgrund der Vielfalt der Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler ist jede Lehrerin, jeder Lehrer vor die Aufgabe gestellt, herauszufinden, wie und in welchen Bereichen sie oder er Räume für individualisiertes Lernen schaffen kann. Hierzu bieten sich verschiedene Formen des offenen Unterrichts wie Wochenplan, Freie Arbeit, Projekte u.a.m. an. In dem Seminar werden die Merkmale, Ziele und Wurzeln des geöffneten Unterrichts mit Blick auf die historischen Vorläufer wie z.B. Freinet und Petersen thematisiert. Des Weiteren wird nach den lern- und entwicklungstheoretischen Begründungen für individualisierte Lernformen gefragt. Die Praxis kommt ins Spiel, wenn die Aufgabe der Lehrerin oder des Lehrers als professionelle Lernbegleiter umrissen wird, die zugleich Kinder mit Lernschwierigkeiten fördern sowie zu Leistungen herauffordern sollen. Es besteht die Möglichkeit im Unterricht bzw. in der Schule des Seminarleiters zu hospitieren, der selbst langjährige praktische Erfahrungen mit der Gestaltung offener Lernformen mitbringt. Michael Bannach
Uni Bielefeld
Inhalt, Kommentar: Zunächst werden im Seminar unterschiedliche Richtungen und Motive der Reformpädagogik thematisiert, die in die Geschichte der Pädagogik eingeordnet werden. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Vertretern der Reformpädagogik, dabei stehen das Erziehungs- und Unterrichtsverständnis von Berthold Otto, Maria Montessori, Peter Petersen und Celestin Freinet besonders im Blickpunkt. Parallel werden einzelne Reformschulen und ihre Praxis daraufhin untersucht, welche Weiterentwicklung und Umsetzung die Konzepte aus der Zeit der Reformpädagogik erfahren haben. Dabei steht im Mittelpunkt, wie Reformschulen mit der Heterogonität der Lerngruppen umgehen und wie diese Erfahrungen auch in den Regelschulen aufgenommen werden können. Zum Ende des Seminars erfolgt eine thematische und methodische Vorbereitung auf einzelne Handlungsfelder der orientierenden Praxisstudien, die sich an die Vorlesungszeit anschließen. Literaturangaben
Oelkers, J.: Reformpädagogik: eine kritische Dogmengeschichte: Weinheim 1996
Scheibe, W.: Die reformpädagogische Bewegung 1900-1932: eine einführende Darstellung. Weinheim 1994
Uni Bremen
Blockveranstaltungen vom 18.10.-20.2006 in der Grundschule Harmonie in Eitorf (Nähe Köln-Bonn); Beschränkung auf 25 TeilnehmerInnen (Anmeldung per Mail) Dr. Falko Peschel möchte in seiner Veranstaltung gemeinsam mit den Studierenden einen kritischen Blick auf die Umsetzung und Evaluation offener Unterrichtsformen in der Grundschulpraxis werfen. Dazu werden nicht nur aktuelle Konzepte wie Freie Arbeit, Wochenplan, Projekt- und Werkstattunterricht nach ihren Ursprüngen befragt, sondern vor allem im Hinblick auf eine qualitative Einordnung mittels entsprechender Raster fassbar gemacht und allgemein- und fachdidaktisch weiterentwickelt. Begleitend zur Veranstaltung erfolgt die Hospitation in einer Grundschule, in der die Kinder und Lehrer versuchen, eine weitgehend “selbstverantwortete Schule³ zu gestalten: die Arbeit an eigenen Themen und auf dem ganzen Schulgelände gehört ebenso dazu wie gemeinsame Schulversammlungen, Klassenräte und ein Kinderparlament oder die allmorgendliche Dienstbesprechung der Lehrkräfte vor dem eigentlichen Schulbeginn. Anschließend an die Hospitation wird das Seminar vor Ort fortgeführt und die Teilnehmer erarbeiten gemeinsam die allgemein- und fachdidaktischen Grundlagen eines in dieser Weise offen gestalteten Unterrichts einschließlich der Evaluation des Ansatzes durch die integrative Verbindung quantitativer mit qualitativen Forschungselementen. Zentral ist dabei neben Kinderfallstudien und Entwicklungsberichten vor allem das Analysepotential, das die ohne Lehrgangshintergrund erstellten Eigenproduktionen der Kinder ermöglichen abgesichert durch regelmäßig zusätzlich durchgeführte (standardisierte) Überforderungstests im Bereich Schriftspracherwerb, Rechtschreiben, Lesegeschwindigkeit, Lesekompetenz, mathematischer Vorkenntnisse, Arithmetik und allgemeiner Schulleistung. Seminar-Literatur (kann vorher oder vor Ort vom Autor bezogen werden): Peschel, Falko: Offener Unterricht Idee, Realität, Perspektive und ein praxiserprobtes Konzept zur Diskussion. Band I: Allgemeindidaktische Überlegungen. Band II: Fachdidaktische Überlegungen. Baltmannsweiler (Schneider Verlag Hohengehren) 2002 Peschel, Falko: Offener Unterricht in der Evaluation. Baltmannsweiler (Schneider Verlag Hohengehren) 2003
[PA Deutsch Fachdidaktik: 4.k); PA Deutsch Fachdidaktik: 4d, 4 h] P, Sek. I, M, H zum Seitenanfang Uni Duisburg-Essen
Reformpädagogische Konzepte stehen auch heute noch häufig als Synonym für "modernen" Unterricht. Aber können pädagogische Ideen vom Beginn des 20. Jahrhundert Antworten geben auf Unterrichtkonzepte für Menschen im 21. Jahrhundert? Inhaltlich befasst sich das Seminar sowohl mit den historischen Wurzeln als auch mit der aktuellen Praxis der Freinet-Pädagogik und stellt vor allem Fragen der praktischen Unterrichtsgestaltung in den Mittelpunkt. Methodisch erfolgt die Erarbeitung der Seminarinhalte in Projektform, womit diese aus der Reformpädagogik erwachsene Unterrichtsmethode praktisch angewandt wird. Die inhaltliche Ausgestaltung richtet sich daher auch nach den Interessen der teilnehmenden Studierenden.
Uni Dortmund
Uni Freiburg
Birgit Schindler
Kommentar:
PH Heidelberg
Zu diesem Seminar wurde ein Forum und eine Infoseite eingerichtet. In Freinet-Online finden sich weitere Informationen zum Seminar.
PH Karlsruhe
Uni Köln
Bekannt unter den reformpädagogischen Ansätzen und Modellen sind vielfach Ansätze, beispielsweise die Kerschensteiners, Petersens oder auch Montessoris, die in einem problematischen Verhältnis zu den Gedanken von Aufklärung, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit stehen. Dagegen steht das Denken kritischer demokratischer Reformpädagogik, so beispielsweise der Ansatz des französischen Schulreformers Freinet oder der Entschiedenen Schulreformer. Das Seminar erarbeitet gemeinsame Motive und Überblicke über Leben und Werk verschiedener Vertreter. Dabei erfolgt eine Rekonstruktion der politischen Optionen. Es wird nach der Bedeutung des Ansatzes für die Gegenwartsgesellschaft gefragt. Grundstudium: Modul 2/Baustein 3 Literatur zur Einführung:
Schülerorientierter Unterricht stellt geschichtlich gesehen kein Novum dar. Er ist in der Reformpädagogik gedanklich vorweggenommen worden. Schülerorientierter Unterricht basiert auf der Mitbestimmung der Schüler, die Subjekt des Lernprozesses sind. Schülerorientierter Unterricht hat keine empirischen Befunde zu befürchten, die grundsätzlich gegen ihn sprechen. Merkmale und Schritte eines schülerorientierten Unterrichts werden im Seminar daraufhin geprüft, welche Befunde zu diesen spezifischen Formen vorliegen. Hauptstudium: Modul 4 Literatur zur Einführung
Uni München
Im Rahmen dieses Proseminars sollen die jeweiligen 'Projekte' vorgestellt werden, die von einflussreichen pädagogischen Denkern sowohl in theoretischer wie auch in praktischer Hinsicht verfolgt wurden. Als Projekt werden die theoretischen wie auch praktischen Anliegen verstanden, die ihr Lebenswerk bestimmt haben und mit denen sie das pädagogische Denken und Handeln ihrer Zeit verändern wollten. Dabei ist auch interessant, in wie weit sich diese 'Projekte' auf die heutige Erziehungswirklichkeit ausgewirkt haben. Literatur: wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben Prof. Dr. Thomas Eckert : [Dipl.; LA; M.A.]
In diesem Seminar sollen Sie Einblick bekommen in offene Unterrichtsformen, wie z. B. Wochenplanarbeit, Stationenlernen und Freiarbeit. Die Erarbeitung wird an einzelnen konkreten Unterrichtsbeispielen erfolgen. Eine Realisierungsmöglichkeit in der Praxis wird durch Schulbesuche angestrebt.
Literatur: Angelika Sehr : [ESI]
An den ersten drei Terminen werden von den Seminarteilnehmern Schulkonzepte alternativer Schulmodelle vorgestellt. Im weiteren Verlauf besuchen wir die vorgestellten Schulen (z.B. Munich International School, Freie Waldorfschule, Montessorischule, Marchtalter-Plan Schule, reformpädagogisches Landerziehungsheim, musisch-kreative Ganztagesschule) Literatur: - Borchert, M.: Freie Alternativschulen. Bad Heilbrunn 1998 - Kemper, H.: Wie alternativ sind alternative Schulen? Weinheim 1993 - Klassen, T. (Hrsg.): Handbuch der reformpädagogischen und alternativen Schulen in Europa. Baltmannsweiler 1993 - Ullrich, H.: Das Andere Erforschen. Wiesbaden 2004 - Materialien der Schulen Dr. Clemens M. Schlegel
Kreativität durch freie Textarbeit im Lese- und Schreiblernprozess zu verwirklichen, gehört zu den attraktiven aber auch komplexen Methodenkonzeptionen des Schriftspracherwerbs. Das Kompaktseminar ist inhaltlich in vier Teile gegliedert: A) Vermittlung von übergreifenden didaktischen Ansätzen und lernpsychologischen Begründungen B) Überblick zu methodischen Ansätzen, kreative Textarbeit in der Klasse zu initiieren und somit das Be-dürfnis der Kinder nach intrinsisch motiviertem, schriftlichem Ausdruck zu unterstützen C) Produktion von eigenen kreativen Texten im Rahmen eines didaktischen Konzeptes und kennen lernen der Arbeit mit Schreibkonferenzen D) Drucken der Texte mit der Freinet-Druckerei, Einblick gewinnen in das Handwerk "Drucken" Die Freinetdruckerei ist nicht nur ein technisches Mittel, um Textproduktionen zu vervielfältigen, sie stellt vielmehr ein ganzheitliches Handwerk dar, in dem die Grundschüler vielfältige Qualifikationen erwerben können. Zwar werden Texte Erwachsener in diesem Seminar gedruckt, jedoch können dadurch alle Abläufe und Techniken des Druckens für Schüler der Grundschule vermittelt werden. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Bereitschaft zu eigenen kreativen Textproduktionen vorausgesetzt.
Literatur: Dr. Richard Sigel : [ESI]
Zuerst werden in diesem Seminar die Merkmale der konstruktivistischen Lehr-Lern-Theorie vermittelt und erarbeitet. Danach sollen Unterrichtssequenzen erarbeitet werden, die sich an einer moderat konstruktivistischen Lehr-Lernvorstellung orientieren und die in Form von sachunterrichtsbezogener Wochenplanarbeit ausgearbeitet werden. Die entwickelten Unter-richtssequenzen werden in einer Praxiswoche an Schulen erprobt (jeweils morgens von 7.45 9.15 Uhr) und reflektiert.
Literatur: Dr. Richard Sigel : [ESI]
Dieses Seminar baut auf den Grundkenntnissen zum Sachunterricht auf. In Gruppen werden entwicklungspsychologische und lernpsychologische Voraussetzungen des Sachunterricht erarbeitet. Das Seminar konzentriert sich auf die Entstehung des Weltbildes bei Kindern, wie Begriffe entstehen und Probleme gelöst werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass in Kleingruppen Unterrichtsentwürfe erarbeitet, in Klassen erprobt und im Seminar analysiert und reflektiert werden.
Literatur: Dr. Jürgen Roth : [ESI]
Uni Oldenburg
Uni Siegen
Studiengang: Pädagogik, LA Gymnasium, PO 2004 Studienphase : Hauptstudium Hans Brügelmann
Kommentar: Literatur:
Bartnitzky, H., Brügelmann, H., Hecker, U., Schönknecht, G.(Hrsg.) (2005 & 2006): Pädagogische Leistungskultur: Materialien für Klasse 1/2 bzw. 3/4. Band 119 & 121. Grundschulverband: Frankfurt je 17.00 Euro (Stud & LAA: je 8.50 Euro) => www.grundschulverband.de
PH Weingarten
Uni Würzburg
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