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3.1 Alle Sinne, Handwerkliches und neue Technologien einbeziehen


Die Arbeit mit immer wieder den gleichen Texten bleibt für die Kinder durch wechselnde Medien interessant. Sie haben die Möglichkeit, sie mit der Schreibmaschine abzutippen, manuell in Lettern zu setzen und zu drucken, in andere Drucktechniken zu übertragen, z.B. Umdruck oder Limographendruck (eine Durchdrucktechnik), und mit einem Textverarbeitungsprogramm in den Computer einzugeben und auszudrucken.

Es hat jedoch keinen Zweck, den Kindern nur ein reichhaltiges Medienangebot zur Verfügung zu stellen und auf dessen Wirkung zu vertrauen. Die Kinder müssen zur planvollen Selbsttätigkeit Schritt für Schritt angeleitet werden. Ebenso wächst die Schreibwerkstatt mit der Handlungskompetenz der Lehrerin oder des Lehrers.

Der Förderkurs ist so aufgebaut, dass zunächst bei sehr begrenztem Medieneinsatz - anfangs nur Schreibanlässe - Arbeitstechniken eingeübt werden. Nach und nach wird das Medienangebot je nach Nachfrage bzw. Sicherheit der Kinder vergrößert.

In der Schreibwerkstatt werden die Medien zunächst nur einzelnen Kindern vorgestellt, die Druckerei, das Diktatstudio, ein Spiel, eine Kartei, der Computer. Die anderen Kinder können ihre Arbeit beobachten. Danach können sie diese Experten bei ihren Eigenversuchen um Hilfe angehen. Evtl. vorhandene Furcht vor dem Neuen wird so ausgeräumt.

Die Möglichkeiten der Schreibwerkstatt insgesamt sind weit umfangreicher, als es sich den Kindern aktuell darstellt. Diese zur Schreibförderung vorbereitete Umgebung erschießt sich den Kindern nach deren Bedarf.

Die Beherrschung dieser Medien und manchmal auch schon der Wille dazu inspiriert die Kinder zu gezielten Textproduktionen und Veröffentlichungen, z.B. von Themenbüchern oder Zeitungen.

Die Selbstlernmaterialien sind extra so aufbereitet, dass sie Lernen durch Bewegung nicht nur zulassen, sondern sogar verlangen. Erkenntnisse der Edu-Kinestetik werden nutzbar gemacht, da sie helfen können Lernprobleme auszugleichen. Energieblockaden zwischen den beiden spezialisierten Gehirnhälften, der analytischen und der kreativen, behindern das Lernen. Bewegung kann die notwendige Integration herstellen. Mit einer Kassette und einem "Bilderbuch" zum Thema "Lernen braucht Bewegung" machen wir auch Kindern und Eltern diese Zusammenhänge plausibel.

Das offene Arbeitsangebot und die Nutzungsmöglichkeit so vieler Medien bewirken nebenbei eine Ausdauerschulung. Selbst bei sehr konzentrationsschwachen Kindern verlängern sich die Arbeitsphasen an einer Sache leicht bis zu 30 Minuten. Sie werden oft erst durch das Schellen unterbrochen.

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