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1.9 Innere Differenzierung als Förderprinzip


Bei der Menge der Fehler können wir es uns nicht leisten, alle Förderkinder im Gleichschritt alle dasselbe üben zu lassen. Wir müssen den für jedes einzelne Kind ökonomischsten Weg der Förderung wählen. Das bedeutet unausweichlich, binnendifferenzierten Unterricht durchzuführen und den Kindern individuelles Rechtschreibtraining zu ermöglichen. Nur so können die unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder berücksichtigt werden.

Indem er von der vorhandenen Leistungsfähigkeit ausgeht, stützt der Förderunterricht die individuelle Motivation. "Konkurrenz, Leistungsdruck und Angst können in einem an der Schülerpersönlichkeit orientierten Lernen und Arbeiten weitgehend vermieden oder zumindest erheblich reduziert werden." (Hecker, 1988, S.40) So hilft das Förderkonzept, Schreibunlust und negative Selbsteinschätzung zu überwinden. Die SchülerInnen können ihr eigenes Lerntempo beibehalten. Differenzierende Unterstützung durch LernpartnerInnen und gezielter Medieneinsatz sind möglich. So kann beim tatsächlichen Leistungsstand der Kinder angesetzt werden, können Anregungen zu gezielten Übungen gegeben und die Anforderungen individuell abgestimmt werden. Die Möglichkeit sich mitzuteilen, unterschiedliche Schreibanregungen, Aufgabentypen, Arbeitsformen, Inhalte, Medien bringen auch leistungsschwächeren SchülerInnen die Lust am Schreiben zurück und führen sie zum richtigen Schreiben hin.

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