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| title: Alle Kinder sind Künstler by Merz, Martin |
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| Titel: | Alle Kinder sind Künstler |
| Autor: | Merz, Martin | Sprache: | deutsch |
| Quelle: | Kremsmünster, in: Atelier Schule Heft 1 | Quellentyp: | Artikel aus Zeitschrift |
| veröffentlicht am: | DD.11.1997 | | |
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Text:
Alle Kinder sind Künstler
"Als ich sechs Jahre alt war ..."
So beginnt der "Kleine Prinz" von Saint Exupery und er erzählt, wie seine Laufbahn - die eines Malers - jäh gestoppt wurde, durch das Unverständnis der Erwachsenen.
Als ich sechs Jahre alt war, und immer wieder mit Stiften, Pinseln, frisch gepresstem Blütensaft und allerlei, was um mich war, der Welt ein neues Bild gegeben hatte -
als ich sechs Jahre alt war, begann meine Schulzeit und nicht ich gab der Welt immer neue Bilder - die Welt gab mir ihr Bild.
Im Korsett Schule war kein Raum, keine Zeit, keine Möglichkeit für meine Bilder. Also malte ich auch keine mehr.
Etwa 20 Jahre lang entstanden die Bilder in meinem Kopf - aber gesehen hat sie kaum wer.
Erst die gemeinsame Arbeit mit den Kindern ließ die Bilder wieder zu Gestalt und Form werden, macht sie nicht nur spürbar, sondern auch sichtbar.
Schlagworte:
atsch-h01, lit-1997_art,
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| ID: 2560 | hinzugefügt von Jürgen an 01:23 - 25.9.2005 |
| title: Anwendungsmöglichkeiten der Freinet-Pädagogik ... by Klausner, Wolfgang |
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Text:
Anwendungsmöglichkeiten der Freinet-Pädagogik in der Arbeitswelt<p>
Die Geschichte<p>
Es ist nun drei Jahre her, da entwickelten sich zwei Ereignisse parallel.<p>
Das erste, unser Sohn Bernhard wechselte von einer Regelklasse in eine Freinet-Klasse. <p>
Das zweite, in unserer Firma wird ein Projekt gestartet, das anders sein wird als all das, was wir vorher kannten. <p>
Im Laufe der Schuljahre lernten wir die Arbeit in einer Freinet-Klasse immer besser kennen und verstehen. Bei Elternabenden und Gesprächen mit Martin Merz (dem Lehrer von Bernhard) wurde uns verständlich,wie wichtig es ist, daß Kinder Lernen lernen, daß Leistung Spaß machen kann, daß sich Kinder selbst beurteilen können und vieles mehr.
In der Entwicklung von Bernhard verschwand allmählich die Angst vor der Schule und sein Selbstwertgefühl stärkte sich zusehends. <p>
....
Schlagworte:
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| ID: 2558 | hinzugefügt von Jürgen an 01:17 - 25.9.2005 |
| title: Eine Pädagogik der Arbeit by Doppler, Sieglinde |
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Text:
Eine Pädagogik der Arbeit - Arbeiten im Klassenzimmer<p>
Ein Schlüssel zur Frage nach der Aktualität und visionärenden Kraft der Freinet-Pädagogik liegt in dem oft wiederholten, aber dennoch unterschätzen Bekenntnis zu einer "Erziehung durch Arbeit". [1]<p>
.....
Schlagworte:
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| ID: 2557 | hinzugefügt von Jürgen an 01:14 - 25.9.2005 |
| title: Freinet - kennenlernen und selbst erleben by Staudinger, Susanna |
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Text:
Freinet - kennenlernen und selbst erleben
SUSANNA STAUDINGER
Das Herbsttreffen Weikersdorf 1996 war meine erste Begegnung mit dem Gedankengut Freinets und der österreichischen Freinetbewegung.
In Ateliers, die von Teilnehmern geleitet wurden, konnte ich verschiedene Aspekte seiner Arbeit kennenlernen. Das erste Atelier fand im Wald statt und hatte die Begegnung mit der Natur zum Inhalt. Für mich wurde dadurch innere Ruhe und Ausgewogenheit hervorgerufen, die mich zum "Freien Texten" führte. Ich legte mich unter einen Baum und verfasste ein paar ungereimte Gedichte, die ich anschließend auch druckte.
Da es sich um meinen ersten Druckversuch handelte, war ich überrascht, welche Wirkung das Setzen der Lettern auf mich hatte. Ich spürte, wie durch die Aneinanderreihung der einzelnen Buchstaben jedes Wort enorm aufgewertet wurde. Nach vier kurzen Zeilen hatte ich das Gefühl, etwas ganz Tolles, Einzigartiges geschaffen zu haben. Es sind meine Worte geworden, nicht nur geliehen, sondern Ausdruck meiner Gedanken. Durch dieses Glücksgefühl war mein Entschluss gefestigt, auch mit den Schülern eine Druckerei einzurichten, was auch kurz darauf geschah.
Schlagworte:
atsch-h01, lit-1997_art,
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| ID: 2559 | hinzugefügt von Jürgen an 01:21 - 25.9.2005 |
| title: Kreisrituale by Rendl, Hanni |
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Text:
Kreisrituale
Was uns wichtig ist, kreisen wir ein,
was uns lieb ist umringen wir!
HANNI RENDL
Der Kreis ist ein Symbol des Lebens und der Einheit, ist in sich geschlossen, umfängt, birgt und schützt. Rituale sind den Kindern ein stützender Rahmen, innerhalb dessen sie zu einer gewissen Selbständigkeit fähig werden können.
Und da es ja unser Ziel ist, den Kindern zur Selbständigkeit zu verhelfen, sehe ich tägliche und wöchentliche Rituale als einen Schritt in diese Richtung. Als äußeres Zeichen dafür wählen wir in unserer Klasse die Kreisform.
Jeden Morgen begrüßen wir uns im Morgenkreis, der verschiedene Aufgaben hat. Einerseits ist es ein Erzählkreis, in dem wichtige Neuigkeiten, Erlebnisse, Schönes und Trauriges seinen Platz haben und im Klassentagebuch eingetragen werden. Hier kann sich das Kind von seinen Kameraden wahrgenommen, ernstgenommen, angenommen fühlen. Dieses Aufeinander-Eingehen und Miteinander-Umgehen im Erzählkreis bestimmt den Schulalltag.
Schlagworte:
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| ID: 2561 | hinzugefügt von Jürgen an 01:25 - 25.9.2005 |
| title: Spurensuche - Editorial Heft 1 by PRAMMER, WILLI |
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| Titel: | Spurensuche - Editorial Heft 1 |
| Autor: | PRAMMER, WILLI | Sprache: | deutsch |
| Quelle: | Kremsmünster, in: Atelier Schule Heft 1 | Quellentyp: | Artikel aus Zeitschrift |
| veröffentlicht am: | DD.MM.1997 | | |
| url: | |
Text:
Die Tausenden von laizistischen Erziehern aller Konfessionen und aller Richtungen, die sich am 3., 4., 5. und 6. April 1950 auf dem Kongreß der Ecole Moderne Francaise in Nancy versammelt haben, erklären sich in den folgenden Punkten einer Meinung:<p>
In der Schule<p>
Die Kongreßteilnehmer<p>
<ol>
<li>erheben sich gegen jede Indoktrinierung<p>
<li>bilden durch lebendige, moderne und komplexe Schule den Menschen, der morgen den Ausbeutern, wer immer sie seien, widerstehen kann;
<li>kämpfen auf allen Ebenen - auf der politischen,örtlichen, nationalen und gewerkschaftlichen Ebene - damit die materiellen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen verwirklicht werden, die es der Schule ermöglichen, ihre Aufgaben der Befreiung und damit des Friedens zu erfüllen.
</ol>
Die Mitglieder des Kongresses der Ecole Moderne wissen, dass ihre Rechte und die Rechte der Kinder nicht durch leere Worte verteidigt werden können, sondern nur durch die Arbeit und durch den Kampf in unauflösbarer Brüderlichkeit der Arbeiter. <p>
(Schlußresolution über den Frieden, Nacy 1950 in Le Educateur 15/1950, 314f)<p>
Liebe Kolleginnen und Kollegen!<p>
Wenn wir uns mit der vorliegenden Zeitung auf Spurensuche begeben, so darf neben der individuellen Spurensuche die historische Dimension nicht fehlen. Allzu oft werden reformpädagogische Konzepte mißbraucht um sich selber ein >modernes< Mäntelchen ....
Schlagworte:
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| ID: 2553 | hinzugefügt von Jürgen an 23:03 - 24.9.2005 |
| title: Stellen wir uns vor ... by Rendl, Hanni |
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Text:
Stellen wir uns vor ...<p>
Stellen wir uns vor, wir müßten einige Kilometer über eine schnurgerade, ebene, hindernisfreie Betonbahn gehen. Am Ende der Strecke werden wir ermattet sein. <p>
Wie anders wird es uns bei einer Wanderung durch einen Wald ergehen! Da sind verschlungene Pfade, es geht über Stock und Stein, Wurzeln, Moos, dichtes Gebüsch, Rinnsale. Das Licht ist dämmrig.
Du mußt ganz Auge, ganz Ohr sein, ganz Nase. Es duftet nach Waldkräutern und Waldboden. Seltsame Geräusche von überall her, Vogelstimmen. <p>
Am Ende des Weges sind wir erfrischt, fast wie "neugeboren". <p>
Was war geschehen? <p>
Im Walde war ich mit Körper, Seele und allen Sinnen voll beansprucht. Überall kleine mit Hindernissen verbundene ... Wagnisse. Auf der risikolosen Betonbahn forderte mich nichts heraus. Ich hatte nichts zu bestehen. Ich war sozusagen überflüssig. Das ist es, was uns "kaputt" macht: <p>
Die Unterschlagung unserer Fähigkeiten. LEBEN bedarf der Hindernisse. Wo kein Wagnis, da kein Leben.<p>
Hugo Kükelhaus<p>
<hr>
<br>
Auf beiden Wegen habe ich mich bewegt in den 20 Jahren, die ich nun schon Lehrerin bin.<br>
Lange Zeit marschierte ich mit den Kindern auf der risikolosen Fahrbahn, lernte aber durch sie den lebendigen Waldweg zu gehen, der immer voller Abenteuer und Wagnisse ist, und der uns mit allen Sinnen und als ganzer Mensch in Anspruch nimmt.<p>
Sieben Jahre war ich alt, als für mich der Wunsch feststand Lehrerin zu werden. <br>
Niemals ist mir ein anderer Beruf in den Sinn gekommen, und das ist bis heute so geblieben. <p>
...
Schlagworte:
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| ID: 2556 | hinzugefügt von Jürgen an 00:46 - 25.9.2005 |
| title: Verstehen heißt wiedererfinden by MERZ, MARTIN |
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Text:
Verstehen heißt wiedererfinden<p>
Eine Zeitreise und Spurensuche<p>
Eine Vielzahl von Spuren zeichnen diesen Weg - zuviel um noch richtig wahrgenommen zu werden. Irgendwo und irgendwann tauchen sie wieder auf aus der Vergangenheit, knüpfen an an Geschehnisse, die weit schon zurückliegen, gehen ein Stück des Weges mit, gehen auf in neue Entwicklungen - scheinbar ganz automatisch - treiben diese an, verfestigen, machen stark - auch starrköpfig - und - melden sich irgendwann, irgendwo zurück - als Zeichen, als Bestandteil, als Grundsatz für alles Weitere.<p>
Verstehen heißt wiedererfinden, wiederentdecken von Spuren - alten und neuen - Spuren, die unbewusst, aber längst schon Teil des Seins, des Tuns und des Verstehens sind. <p>
Verstehen heißt wiedererfinden - und wiederum zeichnen sich dabei neue Spuren in die Persönlichkeit. <p>
Die erste dieser Spuren ist - ROT - tauchte und taucht immer wieder auf. Ein roter Faden, im wahrsten Sinne des Wortes. Rote Blätter, roter Roller, rote Cordhose - Marti-s Lieblingsfarbe. <br>
Sie wurde zunehmend zum dynamischen Prinzip, das dieser Farbe inneliegt, um gleichfalls Freude und Angst, Kraft und in Frage stellen - einen Tanz auf dem Vulkan - darstellt. <p>
...
Schlagworte:
atsch-h01, lit-1997_art,
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| ID: 2555 | hinzugefügt von Jürgen an 00:40 - 25.9.2005 |
| title: Wer vorausschreibt, hat zurückgedacht by Deixler-Wimmer, Elisabeth |
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Text:
1. "Wer vorausschreibt, hat zurückgedacht"<br>
(Peter Härtling) oder die umgekehrte Version<br>
" Wer nicht zurückgedacht hat , kann nicht vorausschauen."<p>
Ich - hineingeboren in eine bäuerliche Großfamilie mit 6 Kindern, Eltern die wegen ihres nie endenden Arbeitspensums oft wenig Zeit für uns hatten - was ich aber als totale Freiheit genossen habe, Großeltern, die immer irgendwie da waren, meine Geschwister, an denen ich mich rieb und ausprobieren konnte, mit denen ich aber auch am herrlichsten spielen konnte. Trotzdem keine Idylle!<p>
Meine Kindheit, geprägt und eingeengt von zwanghaften katholisch-religiösen Moralvorstellungen, die mich noch bis heute verfolgen "Darf ich das, kann ich das tun?", mir aber eine hohe Sensibilität für das "was Recht und was Unrecht ist" beschert haben. Ungerechtigkeit und Ungleichheit in der Verteilung der Chancen treiben mich auf die Barrikaden, Verständnislosigkeit und soziale Ignoranz ertrage ich bei niemandem, dafür fehlt mir das Verständnis.<p>
Wunden, die mir geschlagen wurden, wo ich mich als Kind völlig machtlos erlebte: " De oane, de kloane Schwoaze, de khert oba ned zu eich, oda?" <p>
.....
Schlagworte:
atsch-h01, lit-1997_art,
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| ID: 2554 | hinzugefügt von Jürgen an 23:10 - 24.9.2005 |
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